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Die Jugendarbeit in Themba Labantu wird aufgebaut und geleitet von Sophia
Zittel. Sophia hat vor zwei Jahren in Themba Labantu ein einjähriges
Praktikum absolviert und studiert nun in Kapstadt Soziale Arbeit.
Sie beschreibt die Situation vor Ort wie folgt:
Die Jugendlichen wachsen in einer sehr schwierigen Umgebung auf. Die Eltern
sind meist damit beschäftigt, das tägliche Überleben der
Familie zu sichern. So bleiben oft weder Kraft noch Nerven, den eigenen
Kindern genügend Aufmerksamkeit zu schenken und die Kinder bleiben
nach der Schule meist sich selbst überlassen.
Die Hütten, in denen sie leben, sind zu klein, um den Tag dort zu verbringen
und so hängen die Kinder auf der Straße herum. Kriminalität
und Gewalt sind hier sehr groß, sodass die Kinder von klein auf sehen,
wie Menschen vor ihren Augen ausgeraubt, vergewaltigt und umgebracht worden.
Da hier noch ein sehr autoritärer Erziehungsstil praktiziert wird,
sowohl zu Hause als auch in der Schule, werden die Kinder ständig mit
Gewalt und ihren emotionalen Auswirkungen konfrontiert.
Durch Gruppendruck und auf der Suche nach Selbstbestätigung landen
sie im Teenageralter oft in den Straßengangs und fangen selber an,
andere Menschen auszurauben usw.
In den Gangs finden sie Sicherheit, ein Gefühl von Zugehörigkeit
und das trügerische Gefühl, geliebt zu werden. Die Kinder geraten
ab dem Alter von 12 Jahren in die Gangs, das durchschnittliche Alter liegt
bei 16 Jahren.
Auch Alkohohlmissbrauch ist ein großes Problem in der Community, vor
allem während der Festtage. Es ist keine Ausnahme, dass sich selbst
die 12-jährigen schon betrinken. Neben dem Konsum von Hasch und Alkohol,
stellt der Missbrauch der Droge Tik eine große Gefahr da. Tik ist
eine synthetische Droge. Das besonders gefährliche an dieser Droge
ist, dass sie innerhalb von Sekunden wirkt und höchst aggressiv macht.
Somit ist das erste Ziel aller Jugendaktivitäten, die wir anbieten,
die Kinder von der Straße zu ziehen. iThemba Labantu soll ein sicherer
Ort für die Kinder und Jugendlichen sein, wo sie wissen, dass sie geliebt
und angenommen werden so wie sie sind. Bildungs- und Freizeitangebote sollen
übergangslos in einander übergehen.
Vor allem Theater, Marimba, Tanz und Sport haben dabei eine große
Anziehungskraft .